05/2011 - Landesinnung Hamburg/Mecklenburg-Vorpommern empfängt Ersten Bürgermeister zum Neujahrsempfang
18.01.2011 | Ahlhaus für den 2-stufigen Mindestlohn im Handwerk GebäudereinigungFast 200 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verbänden trafen sich am 17. Januar 2011 zum traditionellen Neujahrsempfang der Landesinnung der Gebäudereiniger Hamburg/Mecklenburg-Vorpommern.
Innungsobermeister Dr. Jan M. Reimers begrüßte u. a. neben dem Ersten Bürgermeister Christoph Ahlhaus und dem Präsidenten der Handwerkskammer Josef Katzer die Bundestagsabgeordneten Marcus Weinberg (CDU), Sylvia Canel (FDP), Bezirks-Staatsrat Rolf Reincke (CDU), Vizepräsident der Bürgerschaft Wolfhard Ploog, den Vorsitzenden des DGB Uwe Grund und den GAL-Fraktionsvorsitzenden Jens Kerstan.
Reimers lobte den Optimismus, den vor allem das Handwerk ausgezeichnet hat und der Motor gewesen ist, um schnell aus der Wirtschaftskrise 2009 herauszukommen. Dazu müsse die Politik aber vernünftige Rahmenbedingungen erhalten bzw. schaffen, und dazu gehört auch die Fortführung der Politik von zwei branchenbezogenen Mindestlöhnen (für ungelernte und für gelernte Mitarbeiter) nach Start der EU-Freizügigkeit per 01. Mai 2011. Es sei keinem Lehrstellenbewerber zu vermitteln, dass er nach der Ausbildung keinen vernünftigen Tariflohn bekomme, der seinen Lebensunterhalt sicherstelle.
„Ohne die zwei Mindestlöhne wird der Ausbildungsberuf Gebäudereiniger/in unattraktiv und das Handwerk langfristig am Ende“, so Obermeister Dr. Reimers wörtlich.
Weiter führte der Obermeister zum Handwerk aus, dass das „Aktionsbündnis gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung im Gebäudereinigerhandwerk“ partnerschaftlich zusammenarbeitet und als konkretes Ergebnis eine Broschüre erstellt ist, die in Kürze als Beilage im „NordHandwerk“ und der „Hamburger Wirtschaft“ verteilt wird. Ziel ist es, die Auftraggeber über ihre Pflichten aufzuklären und zu sensibilisieren, um die Seriosität in der Gebäudereinigung weiter zu verstärken.
Diesen Ball nahm Bürgermeister Christoph Ahlhaus auf und stellte sich hinter die Forderung des Handwerks. Das Handwerk wie auch die gesamte Wirtschaft bedürfe verlässlicher Rahmenbedingungen. Ahlhaus begrüßte, dass Wirtschaftspolitik ein Schwerpunkt des beginnenden Wahlkampfes wäre. So könne der Bürger die Konzepte prüfen und dann eine Entscheidung treffen. Der Titel Umwelthauptstadt gehe mit einer Verstärkung des Umweltgedankens einher. Hier wären keine ideologischen Rezepte gefragt, sondern große Anstrengungen in der Umwelttechnologie. Gerade in einer solchen zukunftsträchtigen Technologie könne das Handwerk ein starker Faktor sein.
Bezogen auf das Gebäudereinigerhandwerk bezeichnete Ahlhaus Graffiti nicht als Kunst, sondern als Sachbeschädigung. Hier dürfe man die Betroffenen nicht alleine lassen.
Er sprach sich für eine Neuauflage des Anti-Graffiti-Förderprogramms aus. Sein Auslaufen habe er nie verstanden.
Ahlhaus erteilte zudem den Forderungen nach einer Anhebung des Spitzensteuersatzes, der Aufhebung der Mitversicherung von Familienmitgliedern bei den Krankenkassen sowie der Abschaffung des Ehegatten-Splittings eine klare Absage. Alle diese Forderungen seien wegen der damit verbundenen Kosten, die den Einzelnen treffen, Gift für die Wirtschaft allgemein und das Handwerk im besonderen.“
Rückfragen an:
Landesinnung der Gebäudereiniger, Volker Okun, Tel.: 040 - 35 29 54


